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Minecraft-Netzwerk einrichten: Rechte, Welt, MOTD und Schutz

Vom fertig angelegten Netzwerk zum bespielbaren Server: LuckPerms netzwerkweit, eigene Lobby-Welt, MOTD, Tab-Liste, Grundstücksschutz und Fehlersuche.

Zuletzt aktualisiert am 21. September 2026 · RespawnHost

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Was nach dem Anlegen noch fehlt

Dein Netzwerk läuft, aber spielbar ist es noch nicht. Das Panel richtet alles Technische ein: Proxy, Weiterleitung, Feinabstimmung und Plugins. Alles, was dein Netzwerk zu deinem Netzwerk macht, kann nur der Betreiber entscheiden, also Rechte, Welt, Spawn, MOTD und Regeln. Genau daran scheitert der erste eigene SMP regelmäßig: Der Server steht, aber niemand kommt rein oder alle können alles.

Beta

Minecraft-Netzwerke sind neu und noch in Erprobung. Proxy und Instanzen sind reguläre Pay-per-Use-Server und werden ganz normal abgerechnet, aber an Funktion und Bedienung ändert sich in den nächsten Wochen noch etwas. Wenn etwas klemmt, hilft dir der Support weiter.

Die Checkliste im Panel führt diese Schritte auf. Dieser Guide arbeitet sie mit den passenden Befehlen und Dateipfaden ab. Wie ein Netzwerk überhaupt entsteht, steht im Guide Minecraft-Netzwerk erstellen.

Die Checkliste im Panel

Drei Punkte hakt das Panel selbst ab, sie sind aus dem Zustand abgelesen und nicht anklickbar:

PunktHaken kommt, wenn …
Proxy nimmt Verbindungen ander Proxy auf seinem Port antwortet. Nach einem Start dauert das rund eine halbe Minute
Mindestens ein Server läuft und ist registrierteine Instanz läuft und in der Proxy-Konfiguration steht
Plugins installiertalle vorgesehenen Plugins durchgelaufen sind

Die restlichen sieben Punkte hakst du selbst ab. Sie sind bewusst vom Groben zum Feinen sortiert: erst muss überhaupt jemand joinen können, dann wird es hübsch.

1. Dir selbst Adminrechte geben

Frisch installiert hat niemand Rechte, auch du nicht. Rechte laufen über LuckPerms. Öffne die Konsole deiner Lobby im Panel und setze dich in eine Admin-Gruppe:

lp group create admin
lp group admin permission set * true
lp user DeinName parent add admin

In der Serverkonsole stehen die Befehle ohne führenden Schrägstrich, im Spiel mit.

Warnung

Diese Rechte gelten zunächst nur auf dem Server, auf dem du sie gesetzt hast. LuckPerms speichert standardmäßig in einer lokalen H2-Datei, und jede Instanz hat ihre eigene. Wer netzwerkweite Ränge will, braucht eine gemeinsame Datenbank. Wie das geht, steht im nächsten Abschnitt.

LuckPerms netzwerkweit machen

Damit ein Rang auf Lobby, Survival und jeder neuen Runde gilt, zeigen alle Server auf dieselbe MySQL-Datenbank.

  1. Lege im Panel auf einem deiner Server eine MySQL-Datenbank an. Host, Port, Datenbankname, Benutzer und Passwort zeigt dir das Panel an.
  2. Öffne auf jedem Server (Proxy und alle Instanzen) im Dateimanager die Datei plugins/LuckPerms/config.yml.
  3. Trage überall dieselben Werte ein:
storage-method: mysql
data:
  address: db-eu-01.respawnhost.com
  database: s123_luckperms
  username: u123_luckperms
  password: 'deinPasswort'
sync-minutes: 3
  1. Starte die Server neu. Ab jetzt teilen sich alle dieselben Gruppen, Ränge und Rechte.

Das Feld sync-minutes steht ab Werk auf -1, also aus. Mit MySQL als Speicher wählt LuckPerms zusätzlich von selbst den SQL-Messaging-Dienst, Änderungen landen damit ohne Neustart auf allen Servern. Der Wert 3 ist die Rückfallebene, falls diese Meldung einmal nicht ankommt.

Tipp

Lege die Datenbank gleich beim Aufbau an, nicht erst nach drei Monaten. Später zusammenzuführen bedeutet, die Ränge von mehreren Servern von Hand abzugleichen.

2. Eigene Welt hochladen und Spawn setzen

Die Lobby startet mit einer frisch generierten Welt. Deine eigene bringst du so ein:

  1. Lade die Welt als ZIP im Dateimanager der Lobby hoch und entpacke sie dort.
  2. Öffne die server.properties und trage den Ordnernamen bei level-name ein.
  3. Starte den Server neu.
  4. Stelle dich im Spiel an die Stelle, an der Spieler ankommen sollen, und setze den Spawn:
/setworldspawn
/gamerule spawnRadius 0

spawnRadius 0 sorgt dafür, dass alle exakt auf dem gesetzten Punkt landen statt irgendwo im Umkreis. Für große Welten lohnt sich vorab eine Chunk-Vorgenerierung mit Chunky, das ist auf jeder Instanz installiert.

3. Servername, MOTD und Icon setzen

Was in der Minecraft-Serverliste steht, kommt vom Proxy, nicht von den einzelnen Servern. Zuständig ist MiniMOTD auf dem Proxy: Die Konfiguration liegt nach dem ersten Start im plugins-Verzeichnis des Proxys (der Ordner heißt bei Velocity minimotd-velocity), die Datei ist main.conf im HOCON-Format. Nach dem Bearbeiten neu laden:

/minimotd reload

Das Icon ist eine server-icon.png mit 64×64 Pixeln im Hauptverzeichnis des Proxys. Velocity lädt sie beim Start; ist sie fehlerhaft, startet der Proxy trotzdem, nur eben ohne Bild.

4. Tab-Liste und Ränge anpassen

Velocitab auf dem Proxy zeigt allen Spielern eine gemeinsame Tab-Liste über alle Server hinweg. Format und Sortierung stehen in plugins/velocitab/config.yml, die Rang-Gruppen in tab_groups.yml. Ränge aus LuckPerms lassen sich dort als Präfix einblenden, was allerdings voraussetzt, dass LuckPerms wie oben beschrieben netzwerkweit läuft. Danach:

/velocitab reload

5. Grundstücksschutz einrichten

Auf dem Survival-Server sind zwei Plugins dafür zuständig, und sie machen Unterschiedliches:

  • GriefPrevention ist für deine Spieler: Jeder bekommt Anspruchsblöcke und markiert damit sein eigenes Grundstück. Das läuft ohne dein Zutun.
  • WorldGuard ist für dich: feste Bereiche wie der Spawn, in denen niemand bauen oder kämpfen darf.

Eine Spawn-Region legst du so an: Markiere den Bereich mit der WorldEdit-Axt (//wand, linke Ecke anklicken, rechte Ecke anklicken), dann:

/rg define spawn
/rg flag spawn build deny
/rg flag spawn pvp deny

Prüfe danach mit einem Testaccount ohne Rechte, ob der Schutz wirklich greift. Als Operator umgehst du ihn nämlich, und dann sieht jeder Schutz erst einmal perfekt aus.

6. Sicherung einrichten

Lege für jeden dauerhaften Server einen Zeitplan mit täglicher Sicherung an, im Panel unter Aufgaben des jeweiligen Servers. Details stehen im Guide Server Backups.

Warnung

Kurzlebige Instanzen werden beim Abräumen vollständig gelöscht, samt Welt und Plugin-Daten. Was von einer Runde übrig bleiben soll, muss vorher gesichert sein. Das gilt auch für den automatischen Leerlauf-Stopp: Bei einer kurzlebigen Vorlage löscht er die Instanz, er stoppt sie nicht nur.

7. Adresse an deine Spieler geben

Deine Spieler brauchen genau eine Adresse, nämlich die des Proxys. Sie steht im Panel in der Netzwerk-Übersicht und sieht aus wie 7bd2c2d3.respawnserver.com. Einen Port musst du nicht angeben, dafür sorgt der SRV-Record. Schöner wird es mit einer eigenen Domain wie play.deinserver.de, siehe Eigene Domain für den Minecraft-Server.

Warnung

Gib die Adressen der einzelnen Instanzen nicht heraus. Wer sich direkt verbindet, umgeht Proxy, Rechte, Bot-Schutz und Tab-Liste. Hinter dem Proxy laufen alle Server mit abgeschalteter Mojang-Prüfung, die Prüfung macht der Proxy.

Fehlersuche

„There are no available servers to connect you to“

Velocity hat kein Ziel, auf das es dich durchreichen kann. Es läuft also keine Instanz, oder die laufende antwortet nicht mehr. Starte im Board deine Lobby und warte eine Minute, bis sie als Läuft und als am Proxy registriert angezeigt wird. Der Abgleich zum Proxy passiert automatisch, sobald eine Instanz startet.

„Unable to connect“ direkt beim Verbinden

Der Server steht in der Proxy-Konfiguration, lauscht aber noch nicht. Das ist normal in den ersten 30 bis 60 Sekunden nach dem Start, weil Paper erst Welt und Plugins lädt. Bleibt es dabei, sieh in die Konsole der Instanz: Meist hängt ein Plugin oder die Welt ist beschädigt.

Der Proxy wird als offline angezeigt, obwohl Spieler darauf sind

Die Anzeige stammt aus einer Verbindungsprobe im Minutentakt, nicht aus dem Container-Zustand. Nach dem Start dauert es deshalb bis zu eine Minute, bis der Haken umspringt. Ändert sich nach mehreren Minuten nichts, prüfe die Konsole des Proxys.

Eine Instanz ist plötzlich verschwunden

Prüfe die Vorlage. Stand sie auf kurzlebig, wird die Instanz beim Leerlauf-Stopp oder beim Erreichen der Höchstlaufzeit gelöscht, nicht nur gestoppt. Soll sie bleiben, stelle in der Vorlage Daten behalten ein und setze den Leerlauf-Stopp auf 0.

Ein Spieler landet auf dem falschen Server

Velocity verbindet nach der try-Liste in der Konfiguration. Die pflegt das Panel: Sie enthält alle laufenden, registrierten Instanzen in alphabetischer Reihenfolge. Wenn deine Lobby zuverlässig als Erstes drankommen soll, nenne ihr Kürzel entsprechend, zum Beispiel alobby, oder stoppe Server, die keine Anlaufstelle sein sollen.

Rechte gelten nur auf einem Server

Dann läuft LuckPerms noch auf der lokalen H2-Datei. Siehe Schritt 1: gemeinsame MySQL-Datenbank auf allen Servern eintragen.

Ein Plugin fehlt

Im Panel steht unter der Checkliste, welche Plugins nicht installiert werden konnten. In aller Regel gibt es sie für deine Minecraft-Version schlicht noch nicht. Sobald der Entwickler nachzieht, installierst du sie im Marktplatz nach.

Änderungen an der velocity.toml sind weg

Das ist so vorgesehen: velocity.toml und der Abschnitt [forced-hosts] werden bei jedem Abgleich neu geschrieben. Plugins und deren Konfiguration bleiben unangetastet, dort kannst du alles frei einstellen.

Häufige Fragen

Frage: Muss ich das Forwarding-Geheimnis selbst setzen?

Nein. Das Geheimnis erzeugt das Panel, verschlüsselt es und schreibt es in den Proxy und in jede Instanz. Du bekommst es nicht zu sehen und kannst es auch nicht falsch setzen.

Frage: Wie viele Server sollte ich am Anfang laufen lassen?

Zwei reichen: Lobby und eine Spielwelt. Jede weitere Instanz kostet Laufzeit und will gepflegt werden. Rundenserver legst du erst an, wenn dein Minigame tatsächlich steht.

Frage: Kann ich eigene Plugins installieren?

Ja, wie auf jedem anderen Server, über den Marktplatz oder per Dateimanager. Achte nur auf die Zielplattform: Auf den Proxy gehören Velocity-Plugins, auf die Instanzen Paper-Plugins. Ein Paper-Plugin auf dem Proxy lädt nicht.

Frage: Brauche ich auf den Instanzen eine Whitelist?

Sinnvoll ist sie nur auf dem Proxy. Auf den Instanzen würde sie dich eher aussperren, weil dort die Mojang-Prüfung abgeschaltet ist und Namen nur der Proxy verlässlich kennt.

Frage: Wie teste ich, ob mein Schutz greift?

Mit einem zweiten Account ohne Rechte. Als Operator umgehst du GriefPrevention und WorldGuard, so wirkt jeder Schutz zunächst dicht.

Mehr zu Plugins, Leistung und RAM findest du in den Guides Die besten Minecraft-Plugins, Minecraft Server Performance optimieren und Wie viel RAM braucht ein Minecraft Server?. Einen eigenen Minecraft-Server gibt es ab 4,50 € im Monat: Minecraft Server mieten.