Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB) von RespawnHost.com
Stand: 08.06.2026
Anbieter und Vertragspartner:
RespawnHost.com Inh. Joshua Gerke Am Sandberg 14 38442 Wolfsburg Deutschland
E-Mail: contact@respawnhost.com Web: www.respawnhost.com
(nachfolgend "Anbieter" genannt)
§ 1 Geltungsbereich und Begriffsbestimmungen
(1) Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) gelten für alle Verträge über die Bereitstellung von Gameserver-Hosting-Diensten über das Prepaid-System des Anbieters, die zwischen dem Anbieter und dem Kunden (nachfolgend "Nutzer") geschlossen werden.
(2) Diese AGB gelten sowohl gegenüber Verbrauchern (§ 13 BGB) als auch gegenüber Unternehmern (§ 14 BGB), es sei denn, in der jeweiligen Klausel wird eine Differenzierung vorgenommen.
(3) Entgegenstehende oder von diesen AGB abweichende Bedingungen des Nutzers erkennt der Anbieter nicht an, es sei denn, er hat ihrer Geltung ausdrücklich schriftlich zugestimmt.
§ 2 Vertragsgegenstand, Leistungsumfang
(1) Vertragsgegenstand ist die Bereitstellung von Ressourcen zur Miete von Gameservern (nachfolgend "Dienste") über ein Prepaid-System.
(2) Der Anbieter betreibt ein Hosting-System auf Guthabenbasis (Prepaid-Modell). Nutzer können ein Guthaben in Euro erwerben, welches ihrem Kundenkonto gutgeschrieben wird. Dieses Guthaben dient ausschließlich der Verrechnung mit den vom Anbieter angebotenen Leistungen. Eine Auszahlung des Guthabens ist grundsätzlich ausgeschlossen, es sei denn, der Nutzer übt ein ihm zustehendes gesetzliches Widerrufsrecht aus oder das Vertragsverhältnis wird beendet und es besteht ein restliches, vom Nutzer selbst eingezahltes Guthaben.
(3) Der Nutzer kann über sein Kundenkonto jederzeit Gameserver erstellen, konfigurieren, starten, stoppen und löschen, solange sein Guthaben zur Deckung der anfallenden Kosten ausreichend ist.
(4) Die Abrechnung der Gameserver erfolgt in Euro nach einem von zwei Abrechnungsmodellen, die der Nutzer bei der Erstellung des jeweiligen Servers wählt (Festpaket oder Pay-as-you-go; Einzelheiten regelt § 4d). Im Modell Pay-as-you-go erfolgt die Abrechnung sekundengenau; sie beginnt mit dem Start eines Servers und läuft so lange, bis der Server vom Nutzer aktiv gestoppt oder gelöscht wird. Ein bloßes Nichtnutzen oder Verlassen des Spiels auf einem laufenden Server beendet die Abrechnung nicht. Im Modell Festpaket wird das Entgelt für die gewählte Laufzeit unabhängig von der tatsächlichen Nutzung im Voraus abgerechnet.
§ 3 Vertragsschluss und Nutzerkonto
(1) Die Darstellung der Dienste auf der Website des Anbieters stellt kein rechtlich bindendes Angebot, sondern eine Aufforderung zur Abgabe eines Angebots (invitatio ad offerendum) dar.
(2) Der Nutzungsvertrag kommt durch die erfolgreiche Registrierung eines Nutzerkontos auf der Website des Anbieters zustande. Der Nutzer ist verpflichtet, bei der Registrierung wahrheitsgemäße und vollständige Angaben zu machen und diese bei Änderungen umgehend zu aktualisieren.
(3) Der Nutzer ist für die Geheimhaltung seiner Zugangsdaten (insbesondere des Passworts) selbst verantwortlich und haftet für alle Aktivitäten, die über sein Nutzerkonto erfolgen, soweit er diese zu vertreten hat.
§ 4 Prepaid-System und Zahlung
(1) Die Nutzung der kostenpflichtigen Dienste setzt ein ausreichendes Guthaben auf dem Nutzerkonto voraus.
(2) Der Anbieter betreibt ein Hosting-System auf Guthabenbasis (Prepaid-Modell). Nutzer können ein Guthaben in Euro durch Zahlung der angebotenen gesetzlichen Zahlungsmittel erwerben, welches ihrem Kundenkonto gutgeschrieben wird. Dieses Guthaben dient ausschließlich der Verrechnung mit den vom Anbieter angebotenen Leistungen. Eine Auszahlung des Guthabens ist grundsätzlich ausgeschlossen, es sei denn, der Nutzer übt ein ihm zustehendes gesetzliches Widerrufsrecht bezüglich der Guthabeneinzahlung aus oder das Vertragsverhältnis wird beendet und es besteht ein restliches, selbst eingezahltes Guthaben.
(3) Die Preise für die Dienste werden in Euro ausgewiesen und sind auf der Website des Anbieters einsehbar.
(4) Im Abrechnungsmodell Pay-as-you-go (§ 4d) rechnet der Anbieter Gebühren für Gameserver nur für Zeiträume ab, in denen der Server online geschaltet ist. Wird ein Gameserver, für den kein laufendes Festpaket-Entgelt anfällt, länger als sieben (7) Tage nicht gestartet, ist der Anbieter berechtigt, die Server-Dateien des Nutzers auf einen kostenfreien Archiv-Speicher zu verschieben. Der Gameserver selbst, seine Konfiguration, Ports und Verbindungs-IP bleiben dabei vollständig erhalten. Der Nutzer kann den Server jederzeit über das Dashboard reaktivieren. Server im Modell Festpaket werden frühestens nach Ende ihrer bezahlten Laufzeit auf diese Weise archiviert.
Da für offline geschaltete und archivierte Server keine Nutzungsgebühren berechnet werden, ist die kostenfreie Vorhaltung dieser Daten auf maximal sechzig (60) Tage begrenzt. Bleibt der Server für insgesamt 60 Tage ohne Reaktivierung im Archiv, werden die archivierten Gameserver-Daten sowie alle zugehörigen kostenfreien Backups unwiderruflich gelöscht — dies gilt ausdrücklich auch dann, wenn der Nutzer noch über ein positives Kontoguthaben verfügt. Der Nutzer wird spätestens 15 Tage und erneut 5 Tage vor der endgültigen Löschung per E-Mail hierüber informiert. Bereits verbrauchtes Guthaben wird nicht erstattet.
(5) Erworbenes Guthaben verfällt nicht, solange das Nutzerkonto besteht.
(6) Bonus-Guthaben, das dem Nutzer im Rahmen des Bonus-Gewinnspiels (siehe gesonderte Teilnahmebedingungen) oder anderer kostenfreier Aktionen (z. B. Gutscheincodes, Boni oder Kulanz) gutgeschrieben wurde, wird bei der Verrechnung anfallender Nutzungsentgelte vorrangig vor selbst eingezahltem Guthaben verbraucht. Hiervon ausgenommen sind Leistungen rund um Domains, insbesondere die Registrierung, Verlängerung, Übertragung und Wiederherstellung von Domains: Diese Leistungen können nicht mit Bonus-Guthaben bezahlt werden, sondern ausschließlich mit selbst eingezahltem Guthaben. Reicht das selbst eingezahlte Guthaben zur Deckung der Domain-Kosten nicht aus, kann die jeweilige Leistung nicht in Anspruch genommen bzw. eine automatische Verlängerung nicht durchgeführt werden, auch wenn ein Bonus-Guthaben vorhanden ist. Macht der Nutzer ein gesetzliches Widerrufsrecht hinsichtlich einer Guthabeneinzahlung geltend oder verlangt er die Erstattung eines verbleibenden Restguthabens nach § 6 Absatz 2, so wird der Wert des bis zu diesem Zeitpunkt bereits verbrauchten Bonus-Guthabens vom Rückzahlungsbetrag des selbst eingezahlten Guthabens abgezogen.
§ 4a Backups
(1) Der Nutzer kann sowohl kostenfreie als auch kostenpflichtige Backups seiner Gameserver erstellen. Kostenfreie Backups werden sechzig (60) Tage nach ihrer Erstellung automatisch und unwiderruflich gelöscht.
(2) Kostenpflichtige Backups werden mit einem Entgelt von 0,10 € pro Gigabyte und Monat vom Guthaben des Nutzers abgebucht, mindestens jedoch mit 0,10 € pro Monat je Backup. Die Abrechnung erfolgt sekundengenau und wird stündlich vom Guthabenkonto verbucht. Solange das Guthaben zur Deckung der laufenden Kosten ausreicht, bleiben kostenpflichtige Backups ohne Ablauffrist gespeichert.
(3) Reicht das Guthaben des Nutzers zur Fortsetzung der kostenpflichtigen Speicherung eines Backups nicht mehr aus, wird das betroffene Backup automatisch in den kostenfreien Tarif zurückgestuft. Ab dem Zeitpunkt der Rückstufung gilt erneut die in Absatz 1 genannte 60-Tage-Frist. Der Nutzer wird vor einer solchen Rückstufung per E-Mail rechtzeitig informiert.
(4) Die Archivierung nach § 4 Absatz 4 sowie die Erstellung kostenfreier Backups nach diesem § 4a sind freiwillige Zusatzleistungen des Anbieters. Der Anbieter bemüht sich um höchste Verfügbarkeit, diese Leistungen entbinden den Nutzer jedoch nicht von seiner Pflicht zur eigenen Datensicherung gemäß § 7 Absatz 3. Kostenpflichtige Backups nach Absatz 2 bieten eine erweiterte, redundante Speicherung; eine zwingende Haftung des Anbieters für Datenverluste, die nicht auf Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit beruhen, ist jedoch auch hier ausgeschlossen.
§ 4b Domains
(1) Soweit der Anbieter die Registrierung, Verlängerung, Übertragung (Transfer) und Verwaltung von Domains anbietet, tritt er hierbei lediglich als Vermittler zwischen dem Nutzer und der zuständigen Vergabestelle (Registry) bzw. dem akkreditierten Registrar (Vautron Rechenzentrum AG) auf. Mit der Registrierung einer Domain geht der Nutzer ein unmittelbares Vertragsverhältnis mit der zuständigen Registry und/oder dem Registrar ein und erkennt deren jeweils gültige Registrierungsbedingungen, die Richtlinien der ICANN sowie etwaige Streitschlichtungsverfahren (z. B. UDRP/WIPO) an.
(2) Ein Anspruch auf Zuteilung einer bestimmten Domain besteht nicht. Der Anbieter hat auf die tatsächliche Vergabe und deren zeitlichen Ablauf keinen Einfluss und übernimmt keine Gewähr dafür, dass eine beantragte Domain registriert werden kann oder frei von Rechten Dritter ist. Eine Prüfung, ob die gewünschte Domain Rechte Dritter verletzt, findet nicht statt; sie obliegt allein dem Nutzer.
(3) Der Nutzer ist verpflichtet, seine als Domaininhaber (Owner) sowie als Admin- und Tech-Kontakt hinterlegten Daten stets aktuell, vollständig und korrekt zu halten und unter der angegebenen E-Mail-Adresse erreichbar zu sein. Veraltete oder unrichtige Daten können zu Mehrkosten, Sperrungen oder zum Verlust der Domain führen. Die hinterlegte Kontakt-E-Mail-Adresse darf nicht unter der verwalteten Domain selbst betrieben werden.
(4) Die Vertragslaufzeit einer Domain beträgt, sofern nicht anders ausgewiesen, zwölf (12) Monate. Bei aktivierter automatischer Verlängerung verlängert sie sich jeweils um diesen Zeitraum.
(5) Der Anbieter arbeitet im Prepaid-Modell und ist gegenüber dem Registrar zur Vorauszahlung der Verlängerungsentgelte verpflichtet. Die Verlängerung einer Domain wird daher bereits vorzeitig vor dem eigentlichen Ablauftermin abgewickelt. Der Nutzer hat dafür Sorge zu tragen, dass spätestens dreiunddreißig (33) Tage vor dem Ablauf- bzw. Verlängerungstermin ausreichend selbst eingezahltes Guthaben zur Deckung der Verlängerungs- und Abwicklungskosten auf seinem Konto vorhanden ist. Domains können nicht mit Bonus-Guthaben (§ 4 Absatz 6) bezahlt werden.
(6) Der Anbieter weist den Nutzer mehrfach rechtzeitig vor diesem Stichtag per E-Mail (regelmäßig 60, 45 und 38 Tage vor Ablauf) auf die bevorstehende Verlängerung sowie auf ein etwaig unzureichendes Guthaben hin. Diese Erinnerungen sind eine freiwillige Serviceleistung und entbinden den Nutzer nicht von seiner Pflicht zur rechtzeitigen Aufladung. Ist zum maßgeblichen Stichtag (dreiunddreißig (33) Tage vor Ablauf) kein ausreichendes selbst eingezahltes Guthaben vorhanden, wird die automatische Verlängerung deaktiviert und die Domain zum Ablauftermin geschlossen (Close) bzw. an die zuständige Registry zurückgegeben. Eine geschlossene Domain kann durch Dritte neu registriert werden. Für hieraus resultierende Verluste oder Schäden haftet der Anbieter nicht.
(7) Für die Übertragung einer Domain zu einem anderen Anbieter (Transfer) ist bei vielen TLDs ein Autorisierungscode (Auth-Code) erforderlich, den der Anbieter dem berechtigten Domaininhaber auf Anforderung bereitstellt. Schließungen (Close) und Transfers sind rechtzeitig zu beauftragen; eine Schließung ist insbesondere mindestens dreißig (30) Tage vor dem Verlängerungstermin einzureichen.
(8) Bei einem Transfer oder einer Schließung (Close) einer Domain während einer bereits bezahlten Laufzeit werden bereits entrichtete Domainentgelte nicht – auch nicht anteilig – erstattet.
(9) Eine versehentlich oder mangels Guthabens geschlossene Domain kann unter Umständen innerhalb einer von der jeweiligen Registry vorgegebenen Frist wiederhergestellt werden (Restore). Ein Restore ist häufig mit erheblichen Kosten verbunden, die der Nutzer zu tragen hat, und kann nicht in allen Fällen gewährleistet werden.
(10) Die Registrierung von Premium-Domains ist ausgeschlossen. Bei manuell oder nur teilautomatisiert verwalteten Domains (sog. Exoten) kann ein sicherer Betrieb, insbesondere die rechtzeitige Verlängerung, nicht gewährleistet werden; von ihrer Nutzung für wichtige Internetpräsenzen wird abgeraten. Eine Haftung für den Verlust solcher Domains ist ausgeschlossen.
§ 4c VServer (VPS)
(1) Der Anbieter bietet virtuelle Server (VServer, "Virtual Private Server" / VPS) an, die sich die physischen Ressourcen (CPU, RAM, Datenträger, Netzwerk) eines Hostsystems mit weiteren virtuellen Servern teilen. Der Nutzer ist allein für die Verwaltung, Konfiguration, Aktualisierung und Absicherung des von ihm betriebenen VServers sowie der darauf gespeicherten Daten und Anwendungen verantwortlich. Für die sichere Verwahrung seiner Zugangsdaten gilt § 3 Absatz 3, für die allgemeinen Nutzerpflichten gilt ergänzend § 7.
(2) Der Nutzer darf auf dem VServer keine Anwendungen betreiben, die über das vereinbarte Maß hinaus Ressourcen beanspruchen oder die Stabilität, Sicherheit oder Verfügbarkeit des Hostsystems bzw. der VServer anderer Nutzer beeinträchtigen. Untersagt ist insbesondere:
- der Betrieb von Software zum Schürfen von Kryptowährungen (Mining), sofern der Anbieter dem nicht zuvor ausdrücklich zugestimmt hat;
- die Durchführung dauerhafter Last-, Stress- oder Penetrationstests ohne vorherige schriftliche Genehmigung des Anbieters;
- der Betrieb von Proxy-, Anonymisierungs- oder Weiterleitungsdiensten (z. B. Tor-Exit- oder -Relay-Nodes oder vergleichbare Knotenpunkte), die dazu dienen, die Herkunft von Datenverkehr zu verschleiern;
- der Massenversand von E-Mails (Mass-Mailing / Spam) sowie der Betrieb von Masternodes oder von Filesharing- bzw. Torrent-Diensten;
- der Betrieb von Anwendungen oder Diensten, die gegen geltendes Recht verstoßen oder Rechte Dritter verletzen.
(3) Bei begründetem Verdacht auf Missbrauch, auf eine übermäßige oder das Gesamtsystem gefährdende Ressourcennutzung oder auf einen Verstoß gegen Absatz 2 ist der Anbieter berechtigt, die Leistung des betroffenen VServers vorübergehend zu drosseln oder den Zugang vorübergehend zu sperren. Der Anbieter wird den Nutzer hierüber nach Möglichkeit unverzüglich informieren. Weitergehende Rechte (insbesondere nach § 7) bleiben unberührt.
(4) Der Anbieter übernimmt keine Haftung für Datenverluste oder Sicherheitsverletzungen, die auf eine unzureichende Verwaltung, Konfiguration oder Sicherung des VServers durch den Nutzer zurückzuführen sind. Die Pflicht des Nutzers zur eigenen Datensicherung nach § 7 Absatz 3 bleibt unberührt.
§ 4d Abrechnungsmodelle für Gameserver (Festpaket und Pay-as-you-go)
(1) Für jeden Gameserver wählt der Nutzer bei dessen Erstellung eines von zwei Abrechnungsmodellen. Das gewählte Modell gilt für den jeweiligen Server. Die anfallenden Kosten werden dem Nutzer vor der Erstellung transparent in Euro angezeigt und ausschließlich vom Guthaben (§ 4) abgebucht. Welche Modelle für ein Paket verfügbar sind, wird vor der Erstellung im Kundenbereich angezeigt; nicht jedes Paket ist in beiden Modellen buchbar. Der Anbieter kann einzelne Pakete – insbesondere ressourcenstarke Pakete – ausschließlich als Festpaket anbieten.
(2) Festpaket (feste Laufzeit). Beim Festpaket wählt der Nutzer neben dem Paket eine feste, im Voraus zu zahlende Laufzeit von 30, 90 oder 180 Tagen. Das vollständige Entgelt für die gewählte Laufzeit wird sowohl bei der Erstellung als auch bei jeder Verlängerung sofort und im Voraus vom Guthaben abgebucht, und zwar unabhängig davon, ob und wie lange der Server innerhalb der Laufzeit tatsächlich läuft. Für längere Laufzeiten kann der Anbieter einen Rabatt auf den effektiven Monatspreis gewähren; die jeweils geltenden Laufzeiten, Preise und Rabatte werden vor der Erstellung im Kundenbereich ausgewiesen.
(3) Verlängerung und Kündigung des Festpakets. Ist die automatische Verlängerung aktiviert, verlängert sich der Server nach Ablauf der gewählten Erstlaufzeit (30, 90 oder 180 Tage) automatisch um jeweils dreißig (30) Tage zum dann gültigen Monatspreis (ohne Laufzeit-Rabatt), sofern zu diesem Zeitpunkt ausreichendes Guthaben vorhanden ist; das Entgelt für die jeweilige Verlängerungsperiode wird dann erneut im Voraus abgebucht. Der Anbieter weist den Nutzer vor einer automatischen Verlängerung rechtzeitig in Textform (z. B. per E-Mail) auf den bevorstehenden Verlängerungstermin und das anfallende Entgelt hin. Der Nutzer kann ein Festpaket jederzeit zum Ende der laufenden, bereits bezahlten Periode kündigen oder die automatische Verlängerung jederzeit bis zum nächsten Verlängerungstermin deaktivieren; der Server bleibt in diesem Fall bis zum Ende der bereits bezahlten Periode nutzbar. Bereits für die laufende Periode entrichtete Entgelte werden bei einer Kündigung oder einer vorzeitigen Löschung durch den Nutzer nicht – auch nicht anteilig – erstattet. Reicht das Guthaben zur automatischen Verlängerung nicht aus oder unterbleibt die Verlängerung, wird der Server nach Ende der bezahlten Laufzeit gesperrt (Suspend) und anschließend gemäß § 4 Absatz 4 archiviert sowie nach Ablauf der dortigen Frist gelöscht. Der Nutzer wird hierüber nach Möglichkeit rechtzeitig per E-Mail informiert.
(4) Pay-as-you-go (sekundengenaue Abrechnung). Im Modell Pay-as-you-go wird der Server sekundengenau und ausschließlich für die Zeiträume abgerechnet, in denen er online geschaltet (gestartet) ist; ein gestoppter Server verursacht keine Nutzungsentgelte. Der effektive Preis je Nutzungsstunde liegt deutlich über dem rechnerischen Stundenpreis eines vergleichbaren Festpakets (Flexibilitätsaufschlag). Der jeweils geltende Stundenpreis wird vor der Erstellung ausgewiesen.
(5) Einschränkungen für Pay-as-you-go. Zum Schutz vor Missbrauch und zur Sicherung der Kapazitätsplanung gilt für das Modell Pay-as-you-go ergänzend: (a) Ein Pay-as-you-go-Server kann nur gestartet werden, wenn das Guthaben des Nutzers zum Startzeitpunkt mindestens das Nutzungsentgelt für vier (4) Stunden des gewählten Pakets deckt. (b) Die Anzahl gleichzeitig betriebener Pay-as-you-go-Server ist pro Nutzerkonto zunächst auf drei (3) begrenzt. Eine Anhebung dieses Limits kann der Nutzer jederzeit per Support-Ticket beantragen; der Anbieter entscheidet hierüber nach billigem Ermessen.
(6) Reicht das Guthaben zur Deckung der laufenden bzw. fälligen Entgelte nicht aus, ist der Anbieter berechtigt, den betroffenen Server zu sperren (Suspend) und nach Maßgabe von § 4 Absatz 4 zu archivieren und zu löschen. Der Nutzer wird hierüber nach Möglichkeit rechtzeitig per E-Mail informiert.
§ 5 Preise, Abrechnung und Preisanpassung
(1) Die für die einzelnen Gameserver-Dienste anfallenden Kosten werden dem Nutzer vor der Bestellung bzw. Erstellung eines Servers transparent in Euro angezeigt. Die Abrechnung erfolgt durch Abbuchung vom Guthabenkonto nach dem vom Nutzer gewählten Abrechnungsmodell (§ 4d) gemäß § 2 dieser AGB.
(2) Preisanpassung
a) Der Anbieter ist berechtigt, die Preise für die angebotenen Dienste mit einer Ankündigungsfrist von sechs (6) Wochen zu ändern. Eine solche Preisanpassung ist zulässig, wenn sich die für die Erbringung der Leistungen anfallenden Kosten (z. B. Kosten für Energie, Hardware, Rechenzentrumskapazitäten, Personal oder Steuern) nach Vertragsschluss nachweislich verändert haben.
b) Der Anbieter wird dem Nutzer die Preisanpassung mindestens sechs (6) Wochen vor deren Inkrafttreten in Textform (z. B. per E-Mail oder über eine Mitteilung im Nutzerkonto) mitteilen.
c) Im Falle einer Preiserhöhung steht dem Nutzer ein Sonderkündigungsrecht zu. Er kann den Vertrag ohne Einhaltung einer Frist zum Zeitpunkt des Inkrafttretens der Preiserhöhung kündigen. Übt der Nutzer dieses Recht nicht aus und nutzt die Dienste nach dem angekündigten Zeitpunkt der Änderung weiter, gilt die Preisanpassung als vom Nutzer akzeptiert. Auf diese Rechtsfolge wird der Anbieter in der Änderungsmitteilung gesondert hinweisen.
d) Preisanpassungen aufgrund einer Änderung der gesetzlichen Umsatzsteuer werden unmittelbar zum Zeitpunkt der Änderung wirksam, ohne dass es einer gesonderten Mitteilung oder Zustimmung bedarf, sofern lediglich der Steuersatz weitergegeben wird.
e) Führt der Anbieter neue Tarife oder Abrechnungsmodelle ein, kann er für bereits bestehende Server einen Bestandspreis vorsehen, der für einen Übergangszeitraum von mindestens neunzig (90) Tagen ab Inkrafttreten der Änderung fortgilt. Nach Ablauf dieses Zeitraums gilt der neue Preis ab der nächsten Abrechnung bzw. Verlängerung. Das Sonderkündigungsrecht nach Buchstabe c bleibt unberührt.
(3) Aktionsrabatte und Gutscheine. Zeitlich befristete Aktionsrabatte, Gutscheincodes oder sonstige Sonderkonditionen (z. B. Launch- oder Wochenaktionen) gelten – sofern in der jeweiligen Aktion nicht ausdrücklich anders angegeben – ausschließlich für den erstmaligen Erwerb bzw. die erste Abrechnungsperiode (Erstlaufzeit) eines Festpakets und nur innerhalb des angegebenen Aktionszeitraums. Sie gelten insbesondere nicht für Verlängerungen, Folgeperioden oder die automatische bzw. manuelle Erneuerung eines bestehenden Festpakets; für diese gilt jeweils der zum Zeitpunkt der Verlängerung gültige reguläre Preis. Ein Anspruch auf nachträgliche Gewährung, Auszahlung oder Kombination mehrerer Aktionen besteht nicht.
§ 6 Laufzeit und Kündigung
(1) Der Nutzungsvertrag wird auf unbestimmte Zeit geschlossen.
(2) Der Nutzer kann den Nutzungsvertrag jederzeit ohne Angabe von Gründen kündigen, indem er sein Nutzerkonto über die dafür vorgesehene Funktion im Kundenbereich löscht. Mit der Löschung des Kontos werden alle aktiven Dienste beendet und alle zugehörigen Daten, einschließlich etwaiger Spielstände, gelöscht. Ein zum Zeitpunkt der Vertragsbeendigung vorhandenes, vom Nutzer selbst gegen Zahlung eingezahltes Restguthaben wird auf Antrag des Nutzers erstattet. Guthaben, welches der Nutzer unentgeltlich (z. B. durch Gutscheincodes, Boni oder Kulanz) erhalten hat, ist von der Erstattung ausgeschlossen.
(3) Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt für beide Parteien unberührt. Ein wichtiger Grund für den Anbieter liegt insbesondere vor, wenn der Nutzer schwerwiegend oder wiederholt gegen seine Pflichten aus § 7 dieser AGB verstößt.
(4) Mehrfache oder systematische Einzahlungen, deren alleiniger oder überwiegender Zweck die Erlangung von Bonuspunkten, Lootboxen oder sonstigen Bonusleistungen ist, gelten als missbräuchliche Nutzung des Prepaid-Systems. Liegt ein solcher Missbrauch vor, verfallen sämtliche dem Nutzer gutgeschriebenen Bonus-Guthaben ersatzlos; zudem ist der Anspruch auf Erstattung des eingezahlten Guthabens nach Absatz 2 ausgeschlossen. Das Recht zur außerordentlichen Kündigung nach Absatz 3 bleibt hiervon unberührt.
§ 7 Pflichten des Nutzers
(1) Der Nutzer ist allein für die von ihm auf den Servern gespeicherten, veröffentlichten oder übermittelten Inhalte verantwortlich. Er verpflichtet sich, die Dienste nicht missbräuchlich zu nutzen. Insbesondere ist es ihm untersagt:
- Inhalte zu speichern oder zu verbreiten, die gegen deutsches Recht, insbesondere das Strafgesetzbuch, das Urheberrechtsgesetz, das Markengesetz oder den Jugendmedienschutz-Staatsvertrag verstoßen.
- Server für Angriffe auf Dritte (z.B. DDoS-Attacken, Brute-Force-Angriffe), zum Scannen von Netzwerken oder zum Betreiben von Diensten zu nutzen, die die Stabilität des Gesamtsystems gefährden (z.B. unautorisierte Mining-Software).
- Urheberrechtlich geschützte Werke ohne Erlaubnis des Rechteinhabers zu vervielfältigen, zu verbreiten oder öffentlich zugänglich zu machen.
- Spam-E-Mails zu versenden.
- Den zur Verfügung gestellten "Fair-Use" Speicherplatz für das Speichern von Dateien zu nutzen, die nichts mit dem Gameserver zu tun haben (z.B. als Google Drive Ersatz).
(2) Der Nutzer stellt den Anbieter von allen Ansprüchen Dritter frei, die diese aufgrund einer Verletzung der in Abs. 1 genannten Pflichten durch den Nutzer geltend machen. Dies umfasst auch die angemessenen Kosten der Rechtsverteidigung.
(3) Der Nutzer ist für die regelmäßige Sicherung seiner Daten (z.B. Spielstände, Konfigurationen) selbst verantwortlich. Der Anbieter erstellt keine Backups der Nutzerdaten, sofern dies nicht als separate Leistung ausgewiesen ist.
(4) Der Anbieter ist berechtigt, Server und/oder das Nutzerkonto bei einem begründeten Verdacht auf einen Verstoß gegen die Pflichten aus Abs. 1 vorübergehend zu sperren.
§ 8 Verfügbarkeit und Wartung
(1) Der Anbieter bemüht sich, die Dienste möglichst unterbrechungsfrei zur Verfügung zu stellen. Eine bestimmte Verfügbarkeit oder eine ununterbrochene Erreichbarkeit wird jedoch nicht garantiert.
(2) Bei Störungen der technischen Einrichtungen des Anbieters wird dieser im Rahmen seiner technischen und betrieblichen Möglichkeiten umgehend auf deren Beseitigung hinwirken. Der Anbieter ist jedoch nicht für Leistungsausfälle oder -verzögerungen verantwortlich, die außerhalb seines Einflussbereichs liegen (insbesondere höhere Gewalt, Verschulden Dritter, Ausfall von öffentlichen Kommunikationsnetzen).
(3) Notwendige Betriebsunterbrechungen für vorbeugende oder erforderliche Wartungsarbeiten werden dem Nutzer nach Möglichkeit rechtzeitig im Voraus angekündigt, z.B. per E-Mail oder durch einen Hinweis im Kundenbereich.
§ 9 Haftung
(1) Der Anbieter haftet unbeschränkt für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit, die auf einer Pflichtverletzung des Anbieters, eines gesetzlichen Vertreters oder Erfüllungsgehilfen beruhen, sowie für Schäden, die durch Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit verursacht wurden.
(2) Bei leicht fahrlässiger Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten) ist die Haftung des Anbieters auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt. Wesentliche Vertragspflichten sind solche, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Nutzer regelmäßig vertrauen darf.
(3) Im Übrigen ist eine Haftung des Anbieters ausgeschlossen.
(4) Die Haftung nach dem Produkthaftungsgesetz bleibt unberührt.
§ 10 Datenschutz
Der Anbieter verarbeitet personenbezogene Daten des Nutzers zweckgebunden und gemäß den gesetzlichen Bestimmungen (insbesondere der DSGVO und des BDSG). Detaillierte Informationen zur Erhebung, Verarbeitung und Nutzung personenbezogener Daten finden sich in der separaten Datenschutzerklärung des Anbieters, die auf der Website abrufbar ist.
§ 11 Widerrufsrecht für Verbraucher
Verbrauchern steht grundsätzlich ein gesetzliches Widerrufsrecht zu.
Widerrufsbelehrung
Widerrufsrecht
Sie haben das Recht, binnen vierzehn Tagen ohne Angabe von Gründen diesen Vertrag zu widerrufen.
Die Widerrufsfrist beträgt vierzehn Tage ab dem Tag des Vertragsschlusses.
Um Ihr Widerrufsrecht auszuüben, müssen Sie uns (RespawnHost.com - Inh. Joshua Gerke, Am Sandberg 14, 38442 Wolfsburg, Deutschland, E-Mail: contact@respawnhost.com) mittels einer eindeutigen Erklärung (z.B. ein mit der Post versandter Brief oder eine E-Mail) über Ihren Entschluss, diesen Vertrag zu widerrufen, informieren. Sie können dafür das beigefügte Muster-Widerrufsformular verwenden, das jedoch nicht vorgeschrieben ist.
Zur Wahrung der Widerrufsfrist reicht es aus, dass Sie die Mitteilung über die Ausübung des Widerrufsrechts vor Ablauf der Widerrufsfrist absenden.
Folgen des Widerrufs
Wenn Sie diesen Vertrag widerrufen, haben wir Ihnen alle Zahlungen, die wir von Ihnen erhalten haben, einschließlich der Lieferkosten (mit Ausnahme der zusätzlichen Kosten, die sich daraus ergeben, dass Sie eine andere Art der Lieferung als die von uns angebotene, günstigste Standardlieferung gewählt haben), unverzüglich und spätestens binnen vierzehn Tagen ab dem Tag zurückzuzahlen, an dem die Mitteilung über Ihren Widerruf dieses Vertrags bei uns eingegangen ist. Für diese Rückzahlung verwenden wir dasselbe Zahlungsmittel, das Sie bei der ursprünglichen Transaktion eingesetzt haben, es sei denn, mit Ihnen wurde ausdrücklich etwas anderes vereinbart; in keinem Fall werden Ihnen wegen dieser Rückzahlung Entgelte berechnet.
Besonderer Hinweis zum vorzeitigen Erlöschen des Widerrufsrechts:
Ihr Widerrufsrecht erlischt bei einem Vertrag über die Lieferung von nicht auf einem körperlichen Datenträger befindlichen digitalen Inhalten (z.B. der Kauf von "Coins"), wenn Sie ausdrücklich zugestimmt haben, dass wir mit der Ausführung des Vertrags vor Ablauf der Widerrufsfrist beginnen, und Sie Ihre Kenntnis davon bestätigt haben, dass Sie durch Ihre Zustimmung mit Beginn der Ausführung des Vertrags Ihr Widerrufsrecht verlieren.
Muster-Widerrufsformular
(Wenn Sie den Vertrag widerrufen wollen, dann füllen Sie bitte dieses Formular aus und senden Sie es zurück.)
An: RespawnHost.com - Inh. Joshua Gerke Am Sandberg 14 38442 Wolfsburg Deutschland E-Mail: contact@respawnhost.com
Hiermit widerrufe(n) ich/wir (*) den von mir/uns (*) abgeschlossenen Vertrag über den Kauf der folgenden Waren (*)/die Erbringung der folgenden Dienstleistung (*)
Bestellt am (*)/erhalten am (*): Name des/der Verbraucher(s): Anschrift des/der Verbraucher(s): Unterschrift des/der Verbraucher(s) (nur bei Mitteilung auf Papier): Datum:
(*) Unzutreffendes streichen.
§ 12 Änderungen der AGB
Der Anbieter behält sich vor, diese AGB jederzeit zu ändern. Änderungen werden dem Kunden mindestens vier Wochen vor ihrem Inkrafttreten per E-Mail mitgeteilt. Widerspricht der Kunde den Änderungen nicht innerhalb dieser Frist in Textform, gelten die Änderungen als genehmigt.
§ 13 Schlussbestimmungen
(1) Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts. Bei Verbrauchern gilt diese Rechtswahl nur insoweit, als nicht der gewährte Schutz durch zwingende Bestimmungen des Rechts des Staates, in dem der Verbraucher seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat, entzogen wird.
(2) Sofern es sich beim Nutzer um einen Kaufmann, eine juristische Person des öffentlichen Rechts oder um ein öffentlich-rechtliches Sondervermögen handelt, ist Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus Vertragsverhältnissen zwischen dem Nutzer und dem Anbieter der Sitz des Anbieters.
(3) Sollten einzelne Bestimmungen dieses Vertrages unwirksam sein oder werden, so wird hierdurch die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen nicht berührt.